Ein Beitrg von Andreas.
Im August 2026 nahm ich am Sommercamp der Föderation Geido Tao Chi Kihon (FGTCK) in Niesulice (Polen) teil. Die weitläufige Anlage „Kormoran“ direkt am See bot ideale Bedingungen für das intensive Training. Das Camp vereinte Disziplinen wie Chi Ryu Aiki-Jitsu, Iaido sowie Okinawa Kobudo und bot einen Mix aus Technik, Partnerübungen und Freizeit.

Neben dem Sport stärkten gemeinsame Mahlzeiten und Gespräche den Zusammenhalt der internationalen Familie aus Deutschland, Belgien, Österreich und Polen.
Tag 1 – Freitag: Anreise und Seminareröffnung
Der erste Tag des FGTCK-Sommercamps begann mit der Anreise nach Niesulice und dem Bezug der Blockhütten in der Anlage „Kormoran“. Die ruhige Lage am See weckte sofort Vorfreude auf das Seminar. Beim anschließenden Abendessen trafen alte Bekannte und neue Gesichter aufeinander, bevor Shihan Kathrin Siggelkow, Shihan Peter Scholz und Shihan Sven Gößner das Camp offiziell eröffneten und das Programm vorstellten.

Den sportlichen Auftakt bildete eine 1,5-stündige Iaido-Trainingseinheit, die mit Fokus auf Basistechniken Körper und Geist auf die kommenden Tage einstimmte.
Tag 2 – Samstag: Training, Strand und Grillen
Nach dem Frühstück am See startete der Tag mit einer 1,5-stündigen Einheit Chi-Ryu-Aiki-Jitsu, bei der Anfänger in die ersten Weißgurt-Techniken und deren Körpermechanik eingeführt wurden. Die sonnige Mittagspause bot beim Schwimmen und Stand-up-Paddling am Strand einen idealen Ausgleich. Nachmittags folgte eine Iaido-Einheit: Während Anfänger ihre erste Kata lernten, vertieften Fortgeschrittene höhere Formen. Den sportlichen Abschluss bildeten 1,5 Stunden Okinawa Kobudo mit Bo-Partneerübungen (Bunkai) und einer abschließenden xxxxxxxxx-Kata für die Fortgeschrittenen. Ein geselliges Grillen rundete den Tag perfekt ab.




Tag 3 – Sonntag: Intensives Training und Abend am See
Nach dem Frühstück mit Seeblick startete der Sonntag mit einer 1,5-stündigen Aiki-Jitsu-Einheit, die sich auf präzise Partnerübungen mit Hand- und Schulterhebeln konzentrierte. Nach dem Mittagessen folgte Iaido: Über Grundübungen, Kata und Partnerformen verfeinerten alle Stufen ihre Bewegungsabläufe. Das Nachmittagstraining widmete sich 1,5 Stunden dem Kobudo mit Bo-Grundtechniken, Kata und Partnerübungen. Zudem wurden Sai-Grundtechniken sowie die Xxxxxxx-Kata für Fortgeschrittene trainiert. Ein entspannter Abend am See rundete den Tag harmonisch ab.



Tag 4 – Montag: Technikvertiefung und freier Nachmittag
Nach dem Frühstück startete der Montag mit Aiki-Jitsu. Die Partnerübungen zu Hand- und Schulterhebeln wurden diesmal im Stehen und Knien trainiert, was Präzision und Partnergefühl intensiv vertiefte. Das anschließende Kobudo-Training gestaltete sich besonders vielfältig: Auf Bo-Grundlagen folgte die komplette Bo-Kata als Bunkai (Anwendung) sowie die koordinativ anspruchsvolle Sai-Kata. Nach dem Mittagessen stand der restliche Tag zur freien Verfügung. Die Teilnehmer nutzten den freien Nachmittag für Spaziergänge, Gespräche und Erholung am See, um Kraft für die nächsten Tage zu tanken.

Tag 5 – Dienstag: Prüfungen, neue Techniken und ein gemeinschaftlicher Abend am See
Nach dem Frühstück startete der Vormittag mit Chi-Ryu-Aiki-Jitsu. Auf die Wiederholung bekannter Hebel folgten neue Hand- und Armhebel im Knien, die Präzision und Balance forderten. Der Nachmittag stand im Zeichen erfolgreicher Dan-Prüfungen unter den Augen der Shihans: Zwei polnische Teilnehmer bestanden ihre Iaido-Prüfung zum 2. und 3. Dan, während ein österreichischer Kollege den 1. Dan im Kobudo erreichte. Im anschließenden Training wurden Iaido-Partnerübungen vertieft sowie die Bo- und Sai-Kata in Einzelelementen zerlegt. Die Fortgeschrittenen zeigten zudem die xxxxxxxx-Kata. Ein lauer Abend am See mit Essen und Gesprächen rundete den Tag vor dem Camp-Ende harmonisch ab.

Tag 6 – Mittwoch: Abschied, Zusammenhalt und Heimreise
Der Abreisetag begann mit einem letzten gemeinsamen Frühstück in dankbarer und verbundener Stimmung. Viele Teilnehmer betonten, wie bereichernd und familiär die gemeinsame Zeit war. Beim anschließenden herzlichen Abschied wurden Kontaktdaten, Fotos und Trainingspläne ausgetauscht – das enge Zusammenwachsen der Gruppe war hier besonders spürbar. Nachdem alle gemeinsam die Blockhütten gereinigt und ordentlich hinterlassen hatten, traten die Teilnehmer eigenständig die Heimreise an. Sie verließen das Gelände des „Kormoran“ mit neuen Techniken, bleibenden Eindrücken und dem Gefühl einer starken Gemeinschaft im Gepäck.
Fazit

Die Sportfahrt nach Niesulice war weit mehr als ein reines Trainingslager. Über sechs Tage entstand eine besondere Mischung aus konzentrierter Arbeit, persönlichem Wachstum und echter Gemeinschaft. Die vielfältigen Einheiten in Chi-Ryu-Aiki-Jitsu, Iaido und Okinawa Kobudo boten allen Stufen Raum für technische Weiterentwicklung in respektvoller Atmosphäre. Ein besonderes Highlight waren die erfolgreichen Dan-Prüfungen, welche die hohe Trainingsqualität und den Teamgeist unterstrichen. Neben dem Sport machten die gemeinsame Zeit am See, Mahlzeiten und Gespräche die Fahrt zu einem familiären Erlebnis. Am Ende stehen gefestigte Techniken, tiefere Freundschaften und die Vorfreude auf zukünftige Lehrgänge.

